Zum Hauptinhalt springen

Willkommen

bei der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Kulturpflanzen (SKEK)



2026 feiert die SKEK 35 Jahre Engagement für die Kulturpflanzenvielfalt und die CWR.
Die Erbse von Fully, unser allererstes Erhaltungsprojekt, ist zum Emblem unseres Logos geworden (Foto: Sibyl Rometsch).

Willkommen

Die Schweizerische Kommission für die Erhaltung von Kulturpflanzen (SKEK) 
wünscht Ihnen viel Erfolg bei Ihren Projekten.

 

Von der Wildform (rechts) zu einer Vielfalt kultivierter Apfelsorten

NEWSLETTER SKEK

Frühling 2026

Liebe Mitglieder, liebe Interessentinnen und Interessenten,

Diese neue Ausgabe des SKEK-Newsletters eröffnet das Jahr 2026 mit zahlreichen aktuellen Entwicklungen rund um die Erhaltung und nachhaltige Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen.

Von Seiten der SKEK laden wir Sie herzlich an einem Tag am FiBL in Frick ein und geben einen ersten Ausblick auf das 35-jährige Jubiläum der SKEK. Zudem berichten wir über die neuesten Entwicklungen aus der Arbeitsgruppe «Gemüse» sowie über einen Erfahrungsaustausch zu Bildnutzungsrechten.

Unsere Mitglieder stellen mehrere bemerkenswerte Initiativen vor: eine innovative Methode von Agroscope zur beschleunigten Züchtung krankheitsresistenter Apfelsorten, den Abschluss der Tätigkeit des Vereins für alpine Kulturpflanzen sowie ein Praxisbeispiel zur regionalen Wertschöpfung rund um Ackerbohnenbrot.

Auf nationaler Ebene beleuchten wir die Prioritäten der nächsten Phase des NAP-PGREL, die Diskussionen des Seminars «Breeding for Planetary Health», die Bedeutung der pflanzengenetischen Ressourcen im neuen Biodiversitätsbericht der SCNAT sowie die ersten Leitlinien der Agrarpolitik 2030+ und die dazu geäusserten Reaktionen.

International richten wir den Blick auf das europäische Projekt PRO-WILD, das die zunehmende Bedeutung wildverwandter Arten (CWR) für die zukünftige Pflanzenzüchtung unterstreicht.

Viel Vergnügen beim Lesen!

Die Geschäftsstelle der SKEK

Neues von der SKEK

Jetzt anmelden: Ein Tag am FiBL am 27. März

Im Rahmen unserer Generalversammlung, die am 27. März am FiBL in Frick stattfindet, organisieren wir einen Entdeckungsnachmittag, der auch Nichtmitglieder willkommen heisst, welche die Arbeit des Instituts näher kennenlernen möchten.

Unsere Generalversammlung findet am Vormittag statt. Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen, die SKEK und ihre Mitglieder kennenzulernen. Zudem ist ein Informationsteil des BLW vorgesehen.

Interessierte können am gesamten Tag teilnehmen oder ab dem Mittagessen dazustossen, das um 12.20 Uhr im Restaurant des FiBL serviert wird.

Der Nachmittag, der in Zusammenarbeit mit dem FiBL organisiert wird, bietet Raum für Reflexion, Austausch und Einblicke in verschiedene Themenbereiche. Den Auftakt bildet ein Block zur Agrobiodiversität und zur lokalen Ernährungspolitik, eingeleitet durch eine kurze Präsentation des Swiss Plant Breeding Center (SPBC).

Anschliessend folgt eine Führung mit Einblicken in die Pionierforschung im biologischen Landbau am Standort Frick. Der Rundgang führt durch den modernen Stall mit innovativen Tierhaltungskonzepten sowie durch die Bio-Obstanlagen, in denen Themen wie Anbau, Pflanzenschutz und genetische Ressourcen behandelt werden. Die Besichtigung der Pilotanlage für Agri-Photovoltaik zeigt zudem, wie Landwirtschaft und nachhaltige Energieproduktion Hand in Hand gehen können. Ein Einblick in die Forschungsarbeiten in Klimakammern und modernen molekularbiologischen Labors rundet das Programm ab.

Bitte melden Sie sich bis zum 16. März über das Formular hier an.

Teilnahmegebühr
CHF 30.– (Mitglieder) | CHF 50.– (Nichtmitglieder)
(inkl. Mittagessen, Pausenverpflegung und Führung)

Wir freuen uns, Sie zahlreich in Frick begrüssen zu dürfen.

Nach oben

Die SKEK feiert 35 Jahre – Termin im November!

In diesem Jahr feiert die SKEK ihr 35-jähriges Bestehen. Seit ihrer Gründung im Jahr 1991 hat unser Verein Personen und öffentliche sowie private Organisationen, die im Bereich der Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen tätig sind, miteinander vernetzt, um die Zusammenarbeit zu stärken, und führt Projekte zur Erhaltung und Förderung der Vielfalt kultivierter Pflanzen durch. Seit 1996 arbeitet sie mit dem BLW im Rahmen gemeinsamer Ziele im Rahmen des NAP-PGREL zusammen.

Seitdem hat ein Grossteil der SKEK-Mitglieder im Rahmen des NAP-PGREL verschiedene Projekte entwickelt. Im Jahr 2024 wurden 77 % der Projekte von unseren Mitgliedern durchgeführt.

Termin im November: PGREL-Fachtagung

Zur Feier dieses 35-jährigen Jubiläums wird unser Fachtagung am 19. November 2026 dem Jubiläum gewidmet sein. Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, auf vergangene Projekte zurückzublicken, Erfahrungen zu teilen und über zukünftige Herausforderungen nachzudenken.

Weitere Informationen werden Sie diesen Sommer auf unserer Website erhalten.

 

Nach oben

Neuigkeiten aus der Arbeitsgruppe «Gemüse» des NAP-PGREL

Die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe «Gemüse» des NAP-PGREL, die am 13. Februar stattfand, versammelte Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen, die in der Erhaltung und Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen tätig sind und an entsprechenden Projekten beteiligt sind. Anwesend waren insbesondere die GENRES-Verantwortlichen des BLW sowie der Nationalen Genbank, ebenso Vertreterinnen und Vertreter von Hortiplus, Zollinger Beratung, der ZHAW, Artha Samen, Varietas, BioBrüngger sowie ProSpecieRara.

Die Sitzung bot Gelegenheit, Anforderungen hinsichtlich Saatgutmengen, Keimfähigkeit und Bestäubungsbedingungen für neu aufgenommene Arten zu diskutieren, darunter Amaranth, Quinoa und Gartenmelde. Die Diskussionen zeigten die Notwendigkeit, Kompromisse zwischen den praxisorientierten Ansätzen der Produzenten und den Anforderungen des BLW sowie der Nationalen Genbank in Bezug auf Kosteneffizienz und Lagerung zu finden.

Ebenfalls diskutiert wurde eine von Zollinger Beratung durchgeführte Evaluierung von Zucchini-Akzessionen. Die Arbeitsgruppe äussert sich insbesondere zur Marktpräsenz der Sorten sowie zu deren Anbaudauer in der Schweiz – eine wichtige Voraussetzung für die Aufnahme in die Nationale Genbank (zehn Vermehrungen dienen als Referenz).

ProSpecieRara präsentierte die Ergebnisse eines Nutzungsprojekts zur Schwarzwurzel. Dank einer partizipativen Selektion unter Nutzung der Anwendung Seed-Linked konnten Gemüseproduzierende und Hobbygärtnerinnen und -gärtner für Selektion und Erhaltung pflanzengenetischer Ressourcen sensibilisiert werden, während gleichzeitig das Nutzungspotenzial verschiedener Sorten bewertet wurde.

Zudem wurde zur Einreichung von Kürbissorten (Cucurbita moschata und C. maxima) mit historischer Verankerung in der Schweiz aufgerufen, um deren agronomische Eigenschaften zu evaluieren.

Für 2026 wurde eine Evaluierung von Arten der Gattung Brassica (mit Ausnahme von B. oleracea) genehmigt. Diese Kulturgruppe zeichnet sich durch eine grosse genetische Vielfalt, kulinarische Bedeutung sowie Relevanz für Subsistenzlandwirtschaft und Urban Gardening aus. Das BLW erinnerte daran, dass sich die Erhaltung auf Sorten konzentrieren soll, für welche die Schweiz eine besondere Verantwortung trägt.

Abschliessend wurden die Prioritäten der Phase VIII vorgestellt (Eingabefrist: 31. Mai 2026):

  • Weiterführung von Nutzungsprojekten und Bereitstellung von genetischem Material

  • Verstärkung der Arbeiten zu Leguminosen, insbesondere im Hinblick auf die Bodengesundheit

  • Charakterisierung von Akzessionen im Zusammenhang mit Klimawandel und Schadorganismen

  • Entwicklung von Projekten zur Vorselektion und Verbesserung lokaler, Nischen- oder vernachlässigter Sorten

Die Sitzung endete mit informellen Gesprächen über laufende und zukünftige Projekte.

Adaptiert nach dem Originaltext von Martin Brüngger (Vorstandsmitglied, Bio-Brüngger).

 

Nach oben

Erfahrungsbericht: Abmahnung wegen Bildnutzung – unsere Erkenntnisse 

Wir möchten unsere Mitglieder sowie alle interessierten Personen über eine juristische Auseinandersetzung informieren, mit der wir konfrontiert wurden. Unser Ziel ist es, diese Erfahrung zu teilen, um zu vermeiden, dass andere in eine ähnliche Lage geraten.

Hintergrund

In unserem Sommer-Newsletter 2018, der auf unserer Website veröffentlicht wurde, haben wir ein Dokument des BLW/BAFU weitergeleitet, das wir im Rahmen einer öffentlichen Anhörung bei einem von der Eidgenossenschaft organisierten Workshop erhalten hatten. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir keine Kenntnis von möglichen Einschränkungen hinsichtlich einer Veröffentlichung im Internet.

Im Jahr 2025 wurden wir von einer deutschen Anwaltskanzlei kontaktiert, die geltend machte, dass ein in diesem Dokument enthaltenes Bild offenbar ohne gültige Lizenz verwendet worden sei. Die Kanzlei forderte uns in einer Abmahnung auf, eine Unterlassungserklärung in Bezug auf die weitere Verwendung des Bildes und die Anerkennung einer Schadensersatzforderung zu unterzeichnen.

Analyse der Situation

Wir konnten uns kurz mit einem Juristen des zuständigen Bundesinstituts für geistiges Eigentum austauschen. Seiner Einschätzung nach hätte das Dokument, das wir unterzeichnen sollten, uns dazu verpflichten können, einen später noch festzulegenden Betrag zu bezahlen. Er riet uns ausdrücklich davon ab, dieses Dokument zu unterschreiben.

Es standen uns daraufhin zwei Möglichkeiten offen:

  1. Nicht zu reagieren, in der Hoffnung, dass keine weiteren Schritte eingeleitet würden – allerdings mit dem Risiko eines Gerichtsverfahrens in Deutschland und potenziell erheblicher Kosten.

  2. Schriftlich zu antworten, um den geforderten Betrag zu erfragen und unseren Status als gemeinnützige Organisation zu erläutern.

Uns wurde eine Frist zur Stellungnahme gesetzt.

Zudem haben wir verschiedene Stellen konsultiert (Versicherung, Beratungsstellen, Verbandsnetzwerke). Alle kamen zur gleichen Empfehlung: einen spezialisierten Anwalt beizuziehen.

Es stellte sich heraus, dass der Fall dem deutschen Recht unterliegt und eine rechtliche Vertretung in Deutschland erforderlich ist. Mit Unterstützung persönlicher Kontakte haben wir einen auf solche Fälle spezialisierten deutschen Anwalt mandatiert.

Ausgang

Nach Verhandlungen durch unseren Anwalt wurde die Angelegenheit durch eine Einigung abgeschlossen, die die Zahlung eines Betrags vorsah.

Unsere Erkenntnisse

  • Auch ältere Inhalte können Gegenstand einer Forderung werden.

  • Die Weitergabe eines öffentlichen Dokuments bedeutet nicht automatisch, dass alle darin enthaltenen Elemente frei von Rechten Dritter sind. 

  • Während staatliche Stellen vor rechtlichen Schritten geschützt sind, sind selbst Vereine, die im öffentlichen Interesse handeln, nicht geschützt.

  • Solche Verfahren können grenzüberschreitend sein und einem anderen nationalen Recht unterliegen.

  • Im Falle einer Abmahnung ist es wichtig, nicht unter Druck zu handeln und fachkundigen Rat einzuholen.

Nach oben

Neues von den Mitgliedern der SKEK

LIFT beschleunigt die Apfelzüchtung

Die Entwicklung neuer krankheitsresistenter Apfelsorten kann in der klassischen Züchtung mehr als 20 Jahre dauern. Eine aktuelle Studie von Agroscope stellt die Methode LIFT (Low Input Fast-Track) vor, mit der sich der Generationenabstand etwa halbieren lässt.

 

 

Die Entwicklung neuer krankheitsresistenter Apfelsorten dauert mindestens 25 Jahre. Die Introgression von Resistenzgenen mittels klassischer Züchtung in neue Apfelkultivare mit guten Baum- und Fruchteigenschaften erfordert eine Serie von vier bis fünf Pseudo-Rückkreuzungen.

Eine 2025 von der Forschungsgruppe Obstzüchtung bei Agroscope veröffentlichte Studie präsentiert die Methode LIFT (Low Input Fast-Track), mit der sich der Generationenabstand etwa halbieren lässt. Die zwischen 2008 und 2024 entwickelte und optimierte Methode basiert auf einer Reihe von Kreuzungen, die bereits 2008–2009 initiiert wurden. Konkret kann mit der «LIFT»-Methode der Generationenabstand auf rund zwei Jahre verkürzt werden. Dadurch wird der Selektionszyklus um etwa 50 % reduziert und die Entwicklung krankheitsresistenter Apfelsorten im Sinne einer nachhaltigen Produktion beschleunigt.

Der Ansatz kombiniert das forcierte Wachstum von Sämlingen mit Feuerbrand-Resistenzgenen im Standardgewächshaus mit künstlichen Vernalisationsphasen in Kühlkammern. Dieses Verfahren ermöglicht es, bei etwa 20 % der Sämlinge bereits nach der zweiten Vernalisationsphase – rund zwei Jahre nach der Aussaat – eine Blüte zu induzieren, während dies unter üblichen Bedingungen vier bis fünf Jahre dauert.

Über mehrere Generationen hinweg untersuchten die Forschenden zentrale Parameter: die Aufrechterhaltung der Feuerbrandresistenz, die Entwicklung des Einzel-Fruchtgewichts sowie den Anteil nicht angepasster Genomsegmente, die von wilden Elternlinien stammen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Feuerbrandresistenz über die Generationen hinweg erhalten bleibt, während das durchschnittliche Fruchtgewicht schrittweise zunimmt und marktgerechte Standards erreicht. Die LIFT-Methode stellt somit ein vielversprechendes Instrument dar, um die Entwicklung widerstandsfähigerer Sorten zu beschleunigen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Obstbau zu reduzieren.

Weitere Informationen:
Bühlmann-Schütz S., Hodel M., Howard N.P., Lussi L., Patocchi A. (2025). Low input fast-track (LIFT): an approach for fast introgression and stacking of (R-)genes into advanced apple selections. doi.org/10.1007/s00425-025-04780-4

 

Nach oben

Der Verein für alpine Kulturpflanzen 2000-2025

Im September 2025 erschien im Hauptverlag mein Buch «Kulturpflanzen der Schweiz – Sortenvielfalt und historisches Erbe». Gleichzeitig erschienen die zwei letzten Hefte in der Schriftenreihe «Kulturpflanzen in der Schweiz» über die Tomate und über Salate, Lattich und Cichorie. Mit diesen Publikationen geht die Geschichte des Vereins zu Ende. Der Verein für alpine Kulturpflanzen wurde am 3. August 2000 am Rande einer Tagung zum Thema «Bergackerbau wohin?» in Filisur gegründet. Der Verein bezweckte, gemäss Statuten, die Erhaltung und Weiterentwicklung alpiner Kulturpflanzen als lebendigen Bestandteil der landwirtschaftlichen Kultur. Die Inventarisierung und die Erforschung der Kulturpflanzen waren erklärte Ziele. Der Verein war von Anfang an Mitglied der SKEK.

Die Gründung des Vereins, eine juristische Person, schuf die Voraussetzungen für die Finanzierung von Sortenprüfungen und Sortenbeschreibungen, die Pflege von temporären Schaugärten verteilt über die Täler Graubündens, die Aufarbeitung der Geschichte von Schweizer Kulturpflanzen und nicht zuletzt durch die Art der Beschreibung der Pflanzen ein Verständnis für die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten der Kulturpflanzen. Als selbständig Erwerbender ist es schwierig sämtliche für gemeinnützige Projekte benötigten Gelder zu akquirieren. Es gibt viele Sponsoren die nur gemeinnützigen Vereinen Geld geben.

Höhepunkte der vergangenen Jahre waren:

  • 2001 - «Gran - Korn» Wanderausstellung. Die Wanderausstellung war mehrere Jahre unterwegs u.a. in Valchava, Ilanz, Bergün, Zürich. Die Ausstellung wurde 2004 in Zusammenarbeit mit Andrea Heistinger erweitert mit einem Teil über Gemüse-, Faser- und Ölpflanzen. Danach war sie unter dem etwas umständlichen Titel «Kulturpflanzen der Alpen – eine Ausstellung zu Ehren der bergtüchtigen Kulturpflanzen» an mehreren Orten in Südtirol zu sehen.

  • 2000-2017 - Sortenversuche mit alten und neuen Sorten, Versuchs- und Schaugärten an wechselnden Standorten im Münstertal, Unter- und Oberengadin, Albulatal, Surses, Val Schons, Lugnez, Cadi, Domleschg.

  • 2004 organisierte der Verein zusammen mit ProSpecieRara und der Familie Heinrich in Filisur das «Fest der alpinen Kulturpflanzen». An dem Podiumsgespräch nahmen damals u.a. Klaus Huber (Regierungsratspräsident GR), Hansjörg Hassler (Nationalrat und zeitweiliger Präsident der SKEK), Ueli Heinrich (Landwirt), Urs Weingartner (Coop Naturaplan) und Kurt Eichenberger (ProSpecieRara) teil.

  • 2003-2007 - Die Geschichte der Kulturpflanzen war seit den Vorbereitungen für die Wanderausstellung «Gran – Korn» ein wichtiges Thema. Die Dokumentation «Kulturpflanzen der Schweiz, Süd- und Nordtirol»  von mir  und Andrea Heistinger beruhte auf vier Pfeiler: 1. Archäologie; 2. Geschichte; 3. Aktuelle Forschung; 4. Beschreibung und Charakterisierung der Kulturpflanzen. Die Ergebnisse dieser vier Forschungsbereiche beleuchten sich gegenseitig. Auf Grund unserer Erfahrungen mit dem Anbau alter Kulturpflanzen konnten wir historische Angaben auf ihren Stellenwert beurteilen und einordnen. Weiter war es möglich die Angaben über einzelne Sorten in den Genbanken zu ergänzen bzw. zu überprüfen und so zu einer besseren Dokumentation beizutragen. Die Studie ist als pdf erhältlich.

  • 2011-2025 - Schriftenreihe Kulturpflanzen in der Schweiz. Die zweisprachige Schriftenreihe machte es möglich die Arbeit an der Geschichte der Kulturpflanzen auf die ganze Schweiz zu erweitern und die Ergebnisse für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Die Unterstützung dieser Arbeit durch das BLW, das zuständig ist für die Nationale Genbank, war zwiespältig. An der Finanzierung der ersten fünf Heften wollte das BLW sich nicht beteiligen. Auch an dem Abschluss der Arbeit mit Heften über Salate und Tomate und einer Gesamtschau, wollte das BLW sich nicht beteiligen. Ich sehe darin einerseits ein mangelndes Verständnis für die Sammlung an und für sich. Was ist eine Sammlung ohne den Kontext der gesammelten Gegenstände dokumentieren und vermitteln zu wollen. Ich sehe andererseits auch ein mangelndes Verständnis in Bezug auf die Vielfalt der Kulturpflanzen. Die letzten beiden Hefte über Salate und Tomate waren keine Wiederholung von etwas was bereits finanziert wurde, sondern eine  wesentliche Ergänzung des Bildes, das man von der Vielfalt haben kann und dem Publikum vermitteln kann. Jede Art hat ihre eigene unverwechselbare Geschichte, ist eine eigene Persönlichkeit. In den letzten beiden Heften konnte, wegen fehlender Unterstützung, auf die in der Genbank gesammelten Muster nicht näher eingegangen werden und entfiel die französische Version. Die Genbank und die Sammlung haben ihre eigene Geschichte, aber daran war das BLW als Hüterin der Genbank nicht interessiert. Die Zusammenschau in meinem Buch «Kulturpflanzen der Schweiz» gibt diesen Überblick und deckt die grösseren Zusammenhänge auf. Sämtliche Hefte sind in der Schweizerischen Nationalbibliothek, auf Researchgate oder auf www.berggetreide.ch erhältlich.

  • 2018 - Wanderausstellung «Pflanzenvielfalt – ein Spiel mit Formen». Die Wanderausstellung, die u.a. in den botanischen Gärten in St. Gallen, Giessen und Jena gezeigt wurde, befasst sich nochmals aber tiefergehend mit der Frage, wie man die Vielfalt der Pflanzenwelt verstehen kann. Die Ausstellung zeigt sowohl Wild- als auch Kulturpflanzen: www.urpflanze.ch

  • 2025 - Buchveröffentlichung «Kulturpflanzen der Schweiz – Sortenvielfalt und historisches Erbe» ISBN: 978-3-258-08390-2.
     

Nun ist der Verein für alpine Kulturpflanzen zu Geschichte geworden. Ich danke den Sponsoren, ich danke alle Kollegen und Kolleginnen die Informationen zur Verfügung gestellt und mitgedacht haben, ich danke den Landwirten die Flächen zur Verfügung gestellt haben, ich danke den Mitgliedern des Vereins und allen, die durch ihr Interesse die Projekte gefördert haben.

Zum Schluss ein Zitat der grossen Kulturpflanzen Forscherin Udelgard Körber Grohne (1995): «Vielfalt ist für eine gesunde Ernährung zur Stärkung der Widerstandskraft ebenso wichtig wie Abwechslung. Auch wächst die Lebensfreude für den, der viele Gewächse zieht und der mehr darüber weiss.»”

Peer Schilperoord Alvaneu 25.02.2026

 

Nach oben

Potenzial von Ackerbohnenmehl aus dem Wallis für die Brotherstellung

Im Rahmen des Projekts «Ackerbau in Berggebieten» wurde im Dezember 2025 gemeinsam mit der Roggen Backstube in Erschmatt eine Degustation von Ackerbohnenbrot durchgeführt. Ziel war es, das Potenzial von Walliser Ackerbohnenmehl für die Brotherstellung zu prüfen.

 

Für die Degustation wurden Brote mit unterschiedlichen Anteilen an Ackerbohnen-, Weizen- und Roggenmehl hergestellt. Zum Einsatz kamen die Sorten Reckinger, Leigger und Erschmatter Ackerbohnen. Der Anteil des Walliser Ackerbohnenmehls variierte zwischen 10 % und 40 %. Bewertet wurden die Brote anhand der Kriterien Geruch, Textur und Geschmack; die Beurteilung erfolgte auf einer Skala von 1 bis 5.

Die Resultate zeigen, dass selbst bei einem Anteil von 40 % Ackerbohnenmehl keine geschmacklichen Einbussen festzustellen waren. Mit zunehmendem Ackerbohnenanteil nahm jedoch der Feuchtigkeitsgehalt der Brote leicht zu.

An der Degustation nahmen insgesamt 20 Personen teil. Eine klare Präferenz für ein bestimmtes Brot ergab sich nicht – sämtliche Varianten wurden durchwegs positiv bewertet.

Die Ergebnisse unterstreichen das Potenzial von Ackerbohnenmehl für lokale Bäckereien, insbesondere im Bereich der Nischenproduktion mit regionalem Mehrwert. Da die Ackerbohnen künftig von den Produzentinnen und Produzenten selbst angebaut und verarbeitet werden, sind die Voraussetzungen für kurze Wertschöpfungsketten und eine eigenständige, regionale Vermarktung gegeben.

 

Nach oben

National

Schwerpunkte der nächsten Phase des NAP-PGREL

Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) hat die Schwerpunkte der Phase 8 (2027–2030) des Nationaler Aktionsplan zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung der pflanzengenetischen Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft (NAP-PGREL) veröffentlicht.

Wir leiten Ihnen diese nachfolgend weiter:

Interessierte Organisationen, Institutionen und Partner sind eingeladen, im Rahmen dieser neuen Phase ein Projektgesuch einzureichen. Die Projekte können sich beziehen auf:

  • die genetische Vielfalt der Kulturpflanzen (PGREL),
  • die genetische Vielfalt der wildlebenden mit Kulturpflanzen verwandten Arten (Crop Wild Relatives).

Eingabefrist für Projektgesuche: 31. Mai 2026.

Wir wünschen allen Antragstellenden viel Erfolg bei der Projekteingabe.

Weitere Informationen: www.blw.admin.ch/de/pgrel-projekte 

 

Nach oben

Breeding for Planetary Health: Pflanzenzüchtung im Spannungsfeld globaler landwirtschaftlicher Herausforderungen

Am 21. Januar 2026 nahm die SKEK am 10. jährlichen Seminar der Arbeitsgruppe «Plant Breeding» der SGPW-SSA an der ETH Zürich teil. Unter dem Titel «Breeding for Planetary Health – Tackling Agriculture’s Grand Challenges» versammelte die Veranstaltung Forschende, Institutionen und Studierende, um die Rolle der Pflanzenzüchtung im Kontext aktueller landwirtschaftlicher und ökologischer Herausforderungen zu diskutieren. Der Seminartag wurde von Bruno Studer (ETH Zürich) moderiert.

 

Der Vormittag unterstrich die zentrale Bedeutung der Pflanzenzüchtung für die Bewältigung des Bevölkerungswachstums und der klimatischen Herausforderungen. Mehrere Beiträge wiesen auf die weltweite Abhängigkeit von wenigen Hauptkulturen hin, insbesondere von Weizen als tragender Säule der menschlichen Ernährung. Thematisiert wurden die Steigerung der Produktivität, die Verbesserung der Nährstoffqualität (Proteine, Mikronährstoffe) und der Resilienz der Kulturen sowie die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und eines gesellschaftlichen Dialogs über neue Züchtungstechnologien.

Ein Schwerpunkt lag auf genetischen Ansätzen und Züchtungsstrategien zur Erweiterung der genetischen Basis von Kulturpflanzen. Die Beiträge zeigten unterschiedliche Wege auf: die Nutzung der Vielfalt alter Sorten, die Domestikation wildverwandter Arten, langfristige phänotypische Selektion sowie der Einsatz genomischer Werkzeuge. Mehrere Sprecher betonten die Bedeutung quantitativer Resistenzen, genetischer Diversität und der Anpassung an zukünftige klimatische Bedingungen.

Am Nachmittag wurden konkrete Ansätze für eine emissionsarme Landwirtschaft und eine effizientere Ressourcennutzung vorgestellt. Beispiele umfassten mehrjährige Futterbausysteme in Kombination mit Leguminosen, tiefwurzelnde Pflanzen, Mischkulturen sowie Pflanzen-Mikroorganismen-Symbiosen zur Verbesserung der Stickstoffaufnahme. Diskutiert wurde zudem die Züchtung pflanzlicher Ideotypen für weniger industrialisierte und stärker diversifizierte Agrarsysteme.

Den Abschluss bildete der Beitrag von Hans Daetwyler, dem neuen Direktor des Swiss Plant Breeding Center, der Perspektiven für Kooperationen zur Entwicklung neuer, an die Schweizer Bedingungen angepasster Sorten skizzierte. Wie in den Vorjahren bot das Seminar eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Forschung, Züchtung und landwirtschaftlicher Praxis.

Über die Vielfalt der vorgestellten Ansätze hinaus wurde eine zentrale Botschaft deutlich: Innovationen in der Pflanzenzüchtung setzen den Zugang zu einer breiten genetischen Vielfalt voraus. Die Beiträge unterstreichen damit die grundlegende Rolle pflanzengenetischer Ressourcen und die Bedeutung ihrer Erhaltung und nachhaltigen Nutzung.

Bericht von Simone Bühlmann-Schütz (Vorstandsmitglied der SKEK, Agroscope), adaptiert.

 

Nach oben

Ein Platz für die genetische Vielfalt der Kulturpflanzen im Biodiversitätsbericht der SCNAT

Im Januar 2026 veröffentlichte die Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) über das Forum Biodiversität Schweiz den Synthesebericht «Biodiversität in der Schweiz verstehen und gestalten – Zustand, Entwicklung und Lösungsansätze».

 

Der Bericht aktualisiert – fünfzehn Jahre nach der Analyse von 2010 (Avons-nous touché le fond ?) – den Stand des wissenschaftlichen Wissens zur Biodiversität in der Schweiz. Er stützt sich dabei auf nationale Monitoringprogramme, aktuelle Forschungsergebnisse sowie einen breiten Expertenkonsens.

Kapitel 5, das der Biodiversität im Landwirtschaftsgebiet gewidmet ist, betont zunächst die enge Verknüpfung von Biodiversität und Landwirtschaft: lebendige Böden, Bestäuber, die genetische Vielfalt der Kulturpflanzen und der Nutztiere bilden die Grundlage einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion. Trotz Fortschritten seit den 1990er-Jahren – insbesondere dank Biodiversitätsförderflächen – bleibt die Situation ambivalent. Die landwirtschaftliche Biodiversität ist seit 1900 stark zurückgegangen, besonders im Talgebiet. Im Jahr 2023 beliefen sich die Beiträge zugunsten der Biodiversität auf rund 450 Millionen Franken (16 % der Direktzahlungen); sie bestehen jedoch weiterhin neben landwirtschaftlichen Anreizen, die ihr entgegenwirken können. Der Bericht weist zudem auf anhaltende Herausforderungen im Zusammenhang mit Stickstoffüberschüssen, dem Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sowie auf die entscheidende Rolle der Konsumentscheidungen hin.

Abschnitt 5.5.3 zur genetischen Vielfalt der Kulturpflanzen ist für die SKEK von besonderer Bedeutung. Er erinnert daran, dass die Ernährungssicherheit unmittelbar von dieser Vielfalt abhängt – sie stellt gewissermassen eine Versicherung dar, um Sorten zu entwickeln, die Krankheiten, Schädlingen und dem Klimawandel standhalten können. Dennoch stützt sich der heutige Anbau häufig auf eine sehr begrenzte Zahl von Sorten, obwohl ein grosses genetisches Potenzial vorhanden, aber noch wenig genutzt ist. Der Bericht unterstreicht auch die Bedeutung wildverwandter Arten (Crop Wild Relatives, CWR): In der Schweiz gelten 285 Arten als prioritär, von denen viele in landwirtschaftlich geprägten Lebensräumen vorkommen.

Die SKEK begrüsst, dass pflanzengenetische Ressourcen in einem Biodiversitäts-Monitoringbericht ausdrücklich hervorgehoben werden. Dies stellt einen wichtigen Schritt für ein besseres Verständnis ihres Wertes dar. Wir hoffen, dass ihre Rolle in zukünftigen Programmen weiter gestärkt wird.

Der vollständige Bericht kann hier eingesehen und heruntergeladen werden: www.biodiversitaet2026.scnat.ch

 

Nach oben

Agrarpolitik 2030+: Erste Leitlinien und Reaktionen

Am 18. Februar 2026 stellte der Bundesrat die Grundzüge der künftigen Agrarpolitik ab 2030 (AP30+) vor. Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) wird einen Gesetzesentwurf ausarbeiten, der bis Ende 2026 in die Vernehmlassung geschickt werden soll. Diese Reform wird den Rahmen für die Schweizer Landwirtschaft im kommenden Jahrzehnt festlegen.

 

Die AP30+ zielt darauf ab, die Ernährungssicherheit zu stärken und gleichzeitig die Nachhaltigkeit des Agrar- und Ernährungssystems zu verbessern. Vier zentrale Handlungsfelder wurden angekündigt:

  1. Vereinfachung der Direktzahlungen und Reduktion des administrativen Aufwands, mit stärker ergebnisorientierten Beiträgen.

  2. Stärkung der Marktbeobachtung zur Verbesserung der Transparenz und der Position der landwirtschaftlichen Betriebe.

  3. Unterstützung der Produktionsgrundlagen, insbesondere durch nachhaltigen Pflanzenschutz und eine effizientere Ressourcennutzung.

  4. Einbezug der gesamten Wertschöpfungskette – einschliesslich Detailhandel und Konsumentinnen und Konsumenten – über Zielvereinbarungen.

Diese Leitlinien haben bereits unterschiedliche Reaktionen ausgelöst.

Der Schweizer Bauernverband (SBV) begrüsst das Ziel der administrativen Vereinfachung sowie die Stärkung der Marktposition der Produzenten. Er kritisiert jedoch die vorgesehenen finanziellen Mittel für die Periode 2030–2033, die er als unzureichend erachtet. Eine Reduktion der Mittel würde nach seiner Einschätzung die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe gefährden und die für die ökologische Transformation notwendigen Investitionen schwächen.

Seitens der Ernährungswirtschaft begrüsst die Schweizerische Vereinigung für einen starken Agrar- und Lebensmittelsektor (ASSAF) die grundsätzliche Ausrichtung auf mehr Wettbewerbsfähigkeit und geteilte Verantwortung. Sie plädiert für unternehmensfreundliche Rahmenbedingungen, regulatorische Vereinfachungen sowie eine stärkere Kohärenz zwischen Agrar-, Handels- und Wirtschaftspolitik.

Der Verein Faire Märkte Schweiz unterstützt die Stärkung der Markttransparenz, fordert jedoch wirksamere Instrumente zur Bekämpfung von Marktmachtmissbrauch und zur Verbesserung der Wertschöpfungsverteilung entlang der Wertschöpfungskette.

Die Umweltorganisationen Pro Natura, BirdLife Schweiz und Greenpeace Schweiz veröffentlichten eine gemeinsame Stellungnahme, in der sie die vorgesehenen Massnahmen aus Sicht von Biodiversität, Klima und Umwelt als unzureichend beurteilen. Sie verlangen insbesondere verbindliche Ziele zur Emissionsreduktion, zur Förderung der Biodiversität und zur Reduktion von Betriebsmitteln.

Aus agroökologischer Perspektive betont Bio Suisse die Bedeutung stärkerer Anreize für nachhaltige Produktionssysteme sowie die Notwendigkeit einer Kohärenz zwischen Direktzahlungen und ökologischen Leistungen. Sie fordert eine gezielte Unterstützung von Betrieben mit ambitionierten Nachhaltigkeitsstrategien.

Schliesslich betrachtet die Plattform Agenda 2030 die AP30+ als zentrales Instrument zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in der Schweiz. Sie ruft dazu auf, die Prinzipien der Agenda 2030 stärker in die Agrarpolitik zu integrieren, insbesondere durch die Berücksichtigung externer Umweltkosten, die Förderung agroökologischer Ansätze sowie eine Stärkung von Bildung und Beratung.

Weitere Informationen:

Offizielle Informationen:
www.blw.admin.ch

Reaktion des SBV:
www.sbv-usp.ch

Reaktion der ASSAF:
www.assaf-suisse.ch

Reaktion von Faire Märkte Schweiz:
www.fairemaerkteschweiz.ch

Gemeinsame Stellungnahme von Pro Natura, BirdLife Schweiz und Greenpeace:
www.pronatura.ch

Reaktion von Bio Suisse:
www.bio-suisse.ch

Plattform Agenda 2030:
www.plattformagenda2030.ch

 

Nach oben

International

PRO-WILD: Ein bedeutendes europäisches Projekt für CWR

Das europäische Projekt PRO-WILD – Protect and Promote Crop Wild Relatives (2024–2029) verfolgt das Ziel, wildverwandte Arten von Weizen, Zuckerrübe und Raps zu schützen und zu fördern, indem ihre wertvollen Eigenschaften wie Hitzetoleranz und Schädlingsresistenz genutzt werden. Koordiniert wird das Projekt von INRAE und finanziert im Rahmen des Programms Horizon Europe, mit Unterstützung von UK Research and Innovation sowie des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI). Insgesamt sind 19 Partner aus 11 Ländern beteiligt.

Die Aktivitäten decken die gesamte Wertschöpfungskette ab: In-situ-Erhaltung, Ex-situ-Erhaltung, Charakterisierung sowie Vorzüchtung zur Integration relevanter Merkmale in Züchtungsprogramme. Das FiBL leitet und koordiniert die Kommunikation und Verbreitung der Projektergebnisse. Ziel ist es, sowohl die breite Öffentlichkeit als auch Fachkreise über verschiedene Kanäle wirksam zu informieren.

 

PRO-WILD ist Teil eines grösseren europäischen Netzwerks von Initiativen zu CWR, darunter das Projekt COUSIN, das anlässlich der letzten Fachtagung der SKEK zu CWR vorgestellt wurde. Gemeinsam verdeutlichen diese Projekte die verstärkte europäische Zusammenarbeit im Bereich der Erhaltung, Charakterisierung und Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen.

Weitere Informationen und Projektressourcen (Practice Abstracts, Deliverables, Kommunikationsmaterial): www.pro-wild.eu

Ebenfalls sehenswert: der YouTube-Kanal von PRO-WILD: www.youtube.com/@PRO-WILD

 

Nach oben

Das BLW hat einen neuen Projektaufruf zur…

Der Crop Trust präsentiert eine interaktive…

Die Vielfalt der Obstgenressourcen war mit allen…

SIEHE MEHR ARTIKEL

Am Ende des Winters veranstaltet Rétropomme sein…

Der Weinbau befindet sich in einem stetigen Wandel…

 

Seit fünf Jahren beschreitet SHIFT Vaud neue…

SIEHE MEHR VERANSTALTUNGEN